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Vereinsgeschichte

Die Anfänge: 1957

Wie es so oft bei Vereinsgründungen der Fall ist, entstand auch beim Fanfarenzug Schüttorf die Idee in einem Freundeskreis. Es handelte sich um: Alfred Kiewitt, Gerhard Leerkamp, Gerhard Worthuis.

 

Diese drei, die man schlechthin als die Väter des Fanfarenzuges bezeichnen kann, beschlossen im Herbst 1957, in Schüttorf einen Fanfarenzug zu gründen. Da sie alleine aber einen sehr spärlichen Musikzug abgeben würde, bemühten sie sich, insbesondere in Bekanntenkreisen sowie bei Arbeitskollegen, Interesse für ihre Idee zu wecken.

 

Das Ergebniss dieser Bemühungen war die erste Versammlung dieser Gruppe, die im November 1957 bei der Gaststätte Steggewentze in Schüttorf stattfand. An dieser Gründungsversammlung nahmen Martin Dove, Christian Eesmann, Alfred Kiewit, Gerhard Leerkamp, Heinz Niehaus, Gustav Schröder, Erich Verwold und Gerd Woorthuis teil und legten damit den Grundstein für den Fanfarenzug Schüttorf.

Es wurde beschlossen, sich mit der Schützengilde Nordhorn, welcher in früheren Jahren ein Fanfarenzug angehörte, in Verbindung zu setzen, um sich deren Erkenntnisse und Erfahrungen zunutze zu machen. Auch die ersten Instrumente, fünf Langfanfaren und drei Landsknechttrommeln, wurden von der Schützengilde erworben. Diese Erstausstattung sowie die ersten Uniformen wurden von den Spielern des Fanfarenzuges aus eigener Tasche bezahlt.

 

Als nunmehr auch die Instrumente vorhanden waren, konnte im Dezember 1957 auf dem Waldschlösschen der erste Übungsabend stattfinden. Die Funktion eines Übungsleiters übernahmen zunächst einmal Gerhard Leerkamp und Alfred Kiewit, die bereits eine gewisse Erfahrung im Fanfarenspiel besaßen. Das jedoch auf die Dauer ein gelernter Übungsleiter unbedingt erforderlich war, wurde sehr schnell erkannt. So ist es dann auch gelungen, Willi Wulf aus Nordhorn für die Tätigkeit des Übungsleiters zu gewinnen. Dieser hatte bereits mehrere Fanfarenzüge geleitet.

 

Mit ihm wurde nun das Repertoire an Märschen erweitert. Nachdem sich die musikalischen Künste bisher lediglich auf Teile des Ferberliner Reitermarsches und der Kreuzritterfanfare beschränkten, wurden nun in relativ kurzer Zeit drei weitere Märsche hinzugelernt. Darüber hinaus schlossen sich in dieser Zeit weitere Interessenten dem Fanfarenzug an.

1958 - 1961
1958:

Nach intensivem Üben in den ersten Monaten des Jahres 1958 wurden die ersten fünf Märsche so gut beherscht, dass bereits am 1. Mai 1958 bei einem Reitturnier in Salzbergen der erste Auftritt des Fanfarenzuges stattfinden konnte. Das Repertoire umfasste den Berliner Fahnenmarsch, den Fanfarenmarsch, den Ferberliner Reitermarsch, die Kreuzritterfanfare und den Hörnermarsch. Der erste Auftritt in Schüttorf fand im Juni 1958 auf dem Schützenfest des Bürgerschützenvereins statt.

 

Die Schüttorfer Bürger konnten den Fanfarenzug beim Schützenfest der Bürgerschützen Schüttorf das erste Mal bestaunen. Die Spielerzahl war mittlerweile auf 16 Personen angestiegen. Durch die positive Berichterstattung der Presse, konnte man bereits einige feste Auftritte für das Jahr 1959 einplanen.

 

1959:

Der erste bezahlte Auftritt fand 1959 bei einem Betriebsfest der Firma Stemann in Schüttorf statt. Die Spieler erhielten als Honorar eine Verzehrkarte für den Abend. Darüber hinaus leistete der Firmenchef Karl Stemann einen Beitrag für die Anschaffung von Kesselpauken.

 

Als Höhepunkt des Jahres kann man wohl das Mitwirken bei dem Aufführungsstück „Wallensteins Lager“ an der Freilichtbühne Bad Bentheim betrachten. Einmal pro Woche spielte eine Abordnung des Fanfarenzuges, als Landsknechte verkleidet, bei den Aufführungen mit. Auch bei dem Schauspiel „Prinz von Homburg“ waren die Schüttorfer Spielleute mit von der Partie.

 
1960:

Im Jahr 1960 gab es eine personelle Veränderung von weitreichender Bedeutung. Aus beruflichen Gründen musste Willi Wulf seine Tätigkeit als Übungsleiter beenden. An seine Stelle trat nun Günter Mittelstädt, der durch seine Tätigkeit in einem Nürnberger Fanfarenzug bereits erhebliche Kenntnisse im Fanfarenspiel mitbrachte.

 

Mit der Wahl Günter Mittelstädts zum Übungsleiter hat der Fanfarenzug eine außerordentlich glückliche Hand gehabt. Mit ihm kam der große musikalische Aufschwung. Er hat im Laufe der Zeit das Gesicht des Fanfarenzuges ganz entscheident geprägt. Es ist gelungen, sehr schnell neue Märsche hinzuzulernen. Jetzt beschränkte man sich nicht mehr allein auf das gerade Notwendige, sonder ging daran, die Märsche zu modifizieren und zu erweitern. Es war somit nur noch eine Frage der Zeit, wann die vorhandenen Instrument den nunmehr gehobenen Ansprüchen nicht mehr genügen würden. So wurden nach und nach immer bessere und verschiedenartige Instrumente hinzu gekauft. Günter Mittelstädt übernahm zudem die Funktion des Tambourmajors.

 
1961:

Wie in der Regel bei allen Musikzügen, so finden auch beim Fanfarenzug die mit Abstand meisten Auftritte stets im Sommer statt. Bevorzugt sind seit jeher Schützenfeste, Musikschauen und ähnliche Veranstaltungen. Um nun im Winter ein kleines Gegengewicht zu bilden, spielt der Fanfarenzug seit Jahren auch auf Karnevalsumzügen. Begonnen wurde damit bereits im Jahr 1961 auf dem Karnevalsumzug in Gronau.

 

Wettstreit in Mühlheim. 2. Platz. Tambourmajor 1. Platz (Mittelstädt)

1962 - 1966
1962:

Seit 1962 spielt der Fanfarenzug mit lediglich drei Jahren Unterbrechung auf dem großen Karnevalsumzug am Sonntagnachmittag in Oldenzaal (Niederlande).

 

Wettstreit in Schüttorf. 1. Platz. Tambourmajor 1. Platz (Mittelstädt)

 
1964:

Das Übungslokal wurde vom Waldschlößchen zur Gaststätte Venhaus verlegt.

 
1965:

Der Fanfarenzug schloss sich dem Bürgerschützenverein Schüttorf an. Dieser Schritt wurde seinerzeit in erster Linie mit der Hoffnung verbunden, die Nachwuscharbeit innerhalb eines mitgliederstarken Vereins intensivieren zu können. Der Fanfarenzug führte von da an den Namen: Fanfarenzug des Bürgerschützenvereins von 1930 e.V. Schüttorf. Er behielt seine volle eigenständige Struktur und wurde rechtlich zu einem Zweigverein des Schützenvereins. Dies war der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit und hat dem Fanfarenzug eine Menge neuer Mitglieder beschert.

 

Wettstreit in Bramsche. 2 mal 2. Platz. Tambourmajor 2. Platz (Mittelstädt)

 

Wettstreit in Hollage. 3. Platz

 
1966:

Dieses Jahr war ein besonderes, da man sich entschloss, von den bisher eingesetzten Langfanfaren auf Ventilfanfaren umzurüsten. Dies eröffnete ganz neue musikalische Möglichkeiten. Mit den neuen Instrumenten setzte der Fanfarenzug neue Schwerpunkte. Einige der alten Fanfarenmärsche wurden zwar behalten, doch ging man jetzt verstärkt dazu über, sogenannte aktuelle Ohrwürmer zu spielen. Mit der Neuanschaffung kamen auf den Fanfarenzug erhebliche Kosten zu. Doch dieses Problem erfuhr eine ganz natürliche Lösung. Die musikalische Umstellung kam bei der Bevölkerung sehr gut an. In Kenntnis dieser Zugkraft wurde die Nachfrage des Fanfarenzuges immer größer, so das den hohen Kosten der neuen Instrumente entsprechende Einnahmequellen in einem ausgewogenen Verhältnis gegenüber standen.

1967 - 1977

Im Jahre 1967 traten die Schüler Horst und Werner Rüggen, Friedhelm Kersken sowie Klaus-Otto Schilling an den Seniorenzug heran und bekundeten ihr Interesse an der Musik des Fanfarenzuges. Der Vorstand beschloss eine Jugendabteilung aufzubauen. Bereits nach wenigen Wochen fanden sich bereits ca. 20 weitere Interessenten und der Jugendfanfarenzug wurde gegründet.
Für die Ausbildung der jungen Spieler war der ebenfalls für die Ausbildung der "Alten" verantwortliche Günter Mittelstädt zuständig.
Da im Seniorenzug gerade der Instrumentenwechsel durchgeführt wurde, konnten die ausrangierten Langfanfaren direkt im Jugendzug eingesetzt werden. Es wurden noch einige Trommeln angeschafft und die Proben konnten beginnen. Als Uniform wählte man zunächst eine schwarze Hose, einen weißen Pullover und ein weißes Schiffchen als Kopfbedeckung.


Durch den großen Fleiß der Kinder und der unendlichen Geduld von Günter Mittelstädt konnte der Jugendfanfarenzug anlässlich des Bürgerschützenfestes im Jahre 1968 erstmals öffentlich auftreten. Das Publikum war begeistert von dem umfangreichen Repertoire, welches die Kinder in solch kurzer Zeit erlernt hatten.


Durch das ständig wachsende Musikrepertoire konnten bereits in den Jahren 1967 und 1970 einige Engagements innerhalb und außerhalb Schüttorf verbucht werden. Aufgrund von wechselnden Interessen der Kinder fanden zwar immer wieder personelle Veränderungen statt, die Spielerstärke konnte aber fast immer bei ca. 30 Personen gehalten werden.

 
1967:

In den folgenden Jahren wurden verschiedene andere Blasinstrumente, wie z.B. Ventilposaunen, Flügelhörner, Melaphone, und Kornetts in das Instrumenteninventar aufgenommen. Dadurch konnte sich der Fanfarenzug zu einem modernen Musikzug entwickeln ohne seinen traditionellen Fanfaren-Flair zu verlieren.

 

Wettstreit in Bramsche. 1. Platz. Tambourmajor 1. Platz Leerkamp

 

Wettstreit in Rheine. 2 mal 1. Platz. Tambourmajor1. Platz Leerkamp

 

1968:

Der Fanfarenzug war stets bemüht, möglichst vollzählig anzutreten. Dazu folgendes Beispiel:

Am Karnevalssonntag 1968 versperrten derart hohe Schneeverwehungen die Straßen, dass die drei aus Ohne kommenden Spieler Günter und Werner Schrapp sowie Johann Jeurink keine Möglichkeit sahen, nach Schüttorf zu kommen. Auf einen telefonischen Hilferuf hin wurden diese drei dann von der Freiwilligen Feuerwehr Schüttorf abgeholt.

 

Wettstreit in Rheine 1. Platz. Tambourmajor1. Platz Leerkamp

 

Jugendzug 3. Platz

 
1969:

Auf diesem Bild spielt der Fanfarenzug Schüttorf den Wertungsmarsch „Bergvagabunden“ bei einem Wettstreit in Gronau. Dieser Wettstreit war für den Fanfarenzug von besonderer Bedeutung, denn gerade sensationell wurde der Vizeeuropameister Fanfarencorps S&D Rheine mit 245,7 zu 231,2 Punkten deutlich auf den zweiten Platz verwiesen. Der 1. Platz der Tambourmajore ging mit Gerhard Leerkamp ebenfalls an den Fanfarenzug.

 
1970:

Wettstreit in Bentheim 1. Platz. Tambourmajor 1. Platz Leerkamp

 

Jugendzug in Wijhe (Holland) 1. Platz

 
1971:

Wettstreit in Albergen 1. Platz

 

Jugendzug in Rheine 2. Platz

 
1972:

Die Uniform des Jugendfanfarenzuges wurden um rote Westen erweitert.

Die festen Auftritte hatten im Laufe der letzten Jahre zugenommen, so dass der Jugendfanfarenzug mittlerweile jährlich an ca. 20 Veranstaltungen teilnahm. Schwerpunkt waren hier Sommerfeste von benachbarten Schützenvereinen, aber auch zu Geburtstagen, Silberhochzeiten oder zu Schautagen von Schüttorfer bzw. Bad Bentheimer Firmen wurde der Jugendfanfarenzug gerne verpflichtet.

 

1972 nahm der Fanfarenzug beim Wettstreit in Königswinter teil. Die Fahrt nach Königswinter war mehr oder weniger ein geplanter Jahresausflug. Erst kurz vor dem Termin wurde beschlossen, die Instrumente mitzunehmen und beim dortigen Wettstreit mitzuwirken. Der Erfolg war bestechend. Gegen 39 zum Teil international profilierte Musikzüge errang der Fanfarenzug zweimal den 1. Preis.

 

Wettstreit in Königswinter 2 mal 1. Platz.

 

Jugendzug in Bösel 2. Platz

 
1973:

Heinz Kruse wird neuer 1. Vorsitzender

 

Wettstreit in Bösel 1. Platz Tambourmajor 1. Platz Leerkamp

 
1974:

Es fand ein Musikwettstreit unter der Leitung des Fanfarenzuges statt. Trotz schlechten Wetters waren 2.000 Zuschauer Zeuge einer Eindrucksvollen Musikschau von 18 Musikvereinen, Fanfarencorps, Spielmannzügen und Drum-Bands.

 

Der Fanfarenzug errang den 1. Platz

 
1975:

Am Samstag den 30. August war der Fanfarenzug Ausrichter einer großen Musikschau in Schüttorf. Neben dem Fanfarenzug nahmen der Musikverein Schüttorf, die Kapelle Gröttrup, der Städtische Spielmannszug, der Spielmannszug Adler sowie das Fanfarencorps Beckum und der Spielmannszug der IG Bergbau Bergkamen- Weddinghofen teil. Diese Schau fand begeisterten Beifall bei den 2.000 Zuschauern. Ein farbenträchtiges Feuerwerk bildete den gelungenen Abschluss dieses Tages. Am folgenden Sonntagvormittag gaben der Fanfarenzug Schüttorf, das Fanfarencorps Rot- Weiß Beckum sowie der Spielmannszug der IG Bergbau Weddinghofen auf der Freilichtbühne Bentheim ein Konzert. Vor der historischen Kulisse der Freilichtbühne gab das Fanfarencorps Beckum in ihren Landsknechtuniformen ein imposantes Bild ab.

 

Wettstreit in Gronau 1. Platz

 
1976:

Wettstreit in Weddinghofen 3. Platz

 

Wettstreit in Bentheim 2. Platz

1977 - 1987
1978:

Der Fanfarenzug flog über den großen Teich. Der Hauptgrund für die Reise nach Amerika war das mitwirken an der 21. Steubenparade in New York. Man verband diese Fahrt mit einem 10-tägigen Aufenthalt in den USA. Während dieses „Urlaubs“ wurden auch einige Konzerte gegeben, unter anderem auf den Stufen des Capitols, bei einigen Volksfesten von deutschstämmigen Amerikanern, und auch im Rathaus von Manhattan. In den nächsten Jahren musste dann sehr viel Freizeit für die Auftritte geopfert werden, um u.a. die hohen Kosten der Amerikafahrt wieder einzuspielen.

 

Man entschloss sich eine Kassette mit den Musikstücken des Fanfarenzuges aufzunehmen. Dies wurde in einem Studio in den Niederlanden verwirklicht. Der Erlös der Kassettenverkäufe diente u.a. zur Finanzierung der Amerikafahrt.

 

Erich Verwold übernimmt das Amt des Übungsleiter des Jugendzuges. Er war vorher als Fanfarenbläser im Seniorenzug aktiv. Erich Verwold gebührt ein sehr großer Dank, da er allein verantwortlich für die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen sowohl auf Langfanfare, als auch speziell auf Ventilfanfare war. Er opferte sehr viel Freizeit, da er nicht nur an ein bis zwei Tagen in der Woche die Übungsabende leitete, sondern auch bei allen Auftritten als Begleitperson und Ansprechpartner dabei war. Er gab im Jahr 1989 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt an Wolfgang Richter ab.

 

1979:

Im Jugendzug wurden die ersten drei Ventilfanfaren angeschafft. Nun konnte auch im Jugendfanfarenzug bereits teilweise auf modernere Musikstücke umgestellt werden.

 
1980:

Der gesamte Jugendzug wurde neu eingekleidet. Es wurden sehr robuste und wetterbeständige graue Jacken angeschafft. Der Jugendzug bestand nunmehr aus 55 Personen und es ist nicht verwunderlich, das durch die hohen Ausgaben für die neuen Jacken der Kassenbestand des Fanfarenzuges stark reduziert wurde. Es wurden somit in der nächsten Zeit von beiden Zügen fast alle Anfragen zu Auftritten angenommen, um das Investierte Geld wieder einzuspielen. Trotz der vielen Freizeitverzichte, speziell in den Sommermonaten, hielten aber fast alle Spieler zur Stange.

Die damalige Besetzung des Jugendfanfarenzug bestand aus: 5 Ventilfanfaren, ca. 30 Langfanfaren, 14 Trommeln, 1 Überschlagpauke, 2 paar Becken, 2 Schellenkränze und eine Tambourfanfare.

 

1981:

Ein besonderer Dank gilt auch Günter Voigt, der das Amt des Übungsleiters von Günter Mittelstädt übernahm. Er trug maßgeblich dazu bei, dass der Fanfarenzug sein Repertoire auf seine heutige Breite ausweiten konnte. Außerdem hat er sehr viele Musikstücke speziell auf die Instrumentenbesetzung des Fanfarenzuges umgeschrieben.

 
1982:

Die Schüttorfer Fanfaren feierten ihr 25-jähriges Bestehen mit einem 3-tägigen Fest. Es wurde am 03.09. durch einen bunten Kindernachmittag eröffnet. Die musikalische Gestaltung wurde von dem damals über 50 Spieler starkem Jugendzug vorgenommen. Abends folgte dann ein Tanzabend mit geladenen Gästen. Am darauffolgenden Samstag gab es einen Altennachmittag, der sehr gut besucht war. Hier übernahmen die musikalische Unterhaltung die Fanfarenzuge aus Königswinter und Hamburg, sowie der Alleinunterhalter Jupp Fahlbusch. Am Abend folgte dann ein öffentlicher Tanz mit zwei Kapellen. Am Sonntag wurde ein großer Festumzug mit anschließendem Konzert durchgeführt. Hieran nahmen sehr viele geladene Vereine teil. Das sehr gelungene Fest wurde mit einem großen Zapfenstreich beendet.

 

Im Jahr 1982 wurden zwei Lyren für den Jugendzug angeschafft und somit das musikalische Bild abgerundet. Das Musikrepertoire konnte nunmehr ausgeweitet und dem Seniorenzug angepasst werden. Bei Auftritten, bei denen beide Züge anwesend waren, konnten nun viele Stücke gemeinsam dargeboten werden. In der Spitze konnten beinahe 100 Spieler gezählt werden.

 
1983:

Es wurden für beide Züge ca. 20 neue Ventilfanfaren angeschafft. Die älteren Instrumente wurden überarbeitet und teilweise mit neuen Teilen versehen. Somit konnte noch im selben Jahr der gesamte Jugendzug auf Ventilfanfaren umgestellt werden. Für die jungen Spieler brachte diese Umstellung einigen Stress mit sich, da bei Auftritten noch auf den alten Langfanfaren gespielt wurde, bei den Übungsabenden aber schon auf den Ventilfanfaren geprobt wurde.

 
1985:

Das 1. Obergrafschafter Oktoberfest wurde gefeiert. Die Veranstalter, der Fanfarenzug Schüttorf und der Festwirt Eylering, hatten sich sehr viel Mühe mit der Gestaltung des Festzeltes gemacht. Auch wurde speziell für dieses Fest auf bayrische Gastronomie umgestellt. Es gab Weißwurst und Leberkäse vom Grill und selbstverständlich kam aus den Zapfhähnen nur originales Löwenbräu-Bier. Das Festprogramm erstreckte sich über drei Tage und wurde am Freitag mit einem Jugendabend eröffnet. An der musikalischen Gestaltung des Altennachmittages am darauffolgenden Samstag waren auch einige Gastvereine beteiligt. Die Spieler dieser Musikzüge wurden bei den Mitgliedern des Fanfarenzuges privat untergebracht. Abends wurde dann ein großer Volkstümlicher Abend ausgerichtet. Hier waren viele Stars der Volksmusik, wie z.B. die Maintaler Musikanten, Pat und Paul und auch Manni Daum für die Unterhaltung des sehr gut besuchten Zeltes verantwortlich Am Sonntag wurde nach einem zünftigen Frühschoppen ein großer Sternmarsch mit anschließendem Platzkonzert durchgeführt. Hierbei waren viele befreundete Spielmanns- und Fanfarenzüge aus nah und fern beteiligt.

 

Der Jugendzug fuhr erstmals zum großen Volks,- und Trachtenfest nach Schlitz (Kreis Vogelsberg). Diese dreitägige Fahrt war für alle Beteiligten ein Erlebnis. Rund um das Trachtenfest brachte der Jugendzug viele Ständchen und nahm auch am großen Festumzug teil. Die Spieler waren in einer Jugendherberge direkt im Zentrum von Schlitz untergebracht und die Stimmung sowohl in, als auch außerhalb der Zimmer war wirklich als sehr gut zu bezeichnen.

1987 - 1997

In den Jahren 1987 und 1990 wurden dann weitere Oktoberfeste gefeiert. Auch bei diesen Festen waren am Samstag beim Volkstümlichen Abend wieder viele Stars der Volksmusik, wie z.B. die Geschwister Leismann und die Rheinischen Oberkrainer vertreten. Der Festablauf war in etwa der gleiche wie beim ersten Oktoberfest im Jahr 1985. Auch diese Feste waren an allen Tagen sehr gut besucht.

 

1987:

1987 war ein ganz besonderes Jahr für den Fanfarenzug Schüttorf. In den 30 Jahren seines Bestehens wurden ausschließlich männliche Spieler aufgenommen. Durch wachsende Nachfrage von Schüttorfer Mädchen, speziell von Töchtern aktiver Spieler des Seniorenzuges, wurde per Versammlungsbeschluß entschieden, ab sofort auch Frauen und Mädchen als aktive Spieler aufzunehmen. Zwischenzeitlich hatte der Jugendzug eine Mädchenquote von ca. 60%.

 

Im gleichen Jahr fand zum zweiten Mal eine Fahrt des Jugendzuges zum großen Trachtenfest nach Schlitz statt. Genau wie bei der ersten Fahrt, drehte sich in Schlitz wieder alles um die Musik. Direkt vor der Jugendherberge stand eine große Bühne, aus der an allen Tagen viele Musiker ihr Können zum Besten gaben. Auch viele Stars der Volksmusik sind an diesem Wochenende nach Schlitz gekommen. Man konnte die prominenten Musikerkollegen einmal aus nächster Nähe sehen und teilweise in ganz privater Atmosphäre kennen lernen.

 

1988:

Der Jugendzug wurde zu einem Schautag des Waldhofes Uhrberg (Harz) verpflichtet. Die Gruppe verband diesen Auftritt mit einem Tagesausflug.

 

1989:

Es ging zum zweiten Mal zur Steubenparade nach New York. Wie auch schon bei der ersten Fahrt, wurde rund um die Parade ein 10-tägiger Aufenthalt mit vielen Auftritten geplant. Man besuchte die Städte New York, Washington, Atlantic City und Philadelphia. Der Fanfarenzug nahm an den beiden großen Paraden in New York und Philadelphia teil und spielte u.a. auch wieder auf den Stufen des Capitols. Für alle Spieler, egal ob sie bereits bei der ersten Fahrt dabei waren, oder ob sie zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten waren, war die Reise ein unvergleichbares Erlebnis.

 

Die zweite Kassette des Fanfarenzuges wurde in einem Tonstudio in Frankfurt am Main aufgenommen.

 

1990:

Der Mitbegründer und langjähriger Tambourmajor Gerd Leerkamp schied aus dem aktiven Vereinsleben aus. Sein Amt übernahm der bis dahin als 2. Tambourmajor tätige Heinz-Arno Kersken. Im selben Jahr beendeten auch die Spieler Günter Voigt, Richard Wanning und Heiz Kroese ihre aktive Tätigkeit. Auch diese Spieler waren lange Zeit im Vorstand des Fanfarenzuges tätig und sehr stark am Aufbau des Vereins beteiligt. Alle diese Spieler sind als Ehrenmitglieder auf den Festen und Feiern des Fanfarenzuges fast immer vertreten.

 
1991:

Im Jahre 1991 machte der Jugendzug seine bislang weiteste Reise. Von 29. März bis zum 07. April ging es per Reisebus nach Calella an der Costa Brava in Spanien. Im Reisegepäck war nicht nur sommerliche Kleidung, sondern auch die Uniformen und Instrumente wurden mitgenommen. Nachdem alles gut im Bus verstaut war, konnte die große Reise vom Schüttorfer Kuhmplatz aus losgehen. Die 20 stündige Fahrt wurde keineswegs langweilig, da alle Beteiligten viel gute Laune mitgebracht hatten. Da die Reise auch nachts fortgesetzt wurde, musste sich jeder Mitfahrer frühzeitig überlegen in welcher Stellung er schlafen wollte. Ob quer über zwei Sitze, vor den Sitzen oder gar im Gang auf dem Boden, jeder fand das passende Plätzchen. Am 30. März kam die Reisegruppe im Hotel President an. Die Zimmer wurden begutachtet und anschließend erkundete man die nähere Umgebung. Das Hotel hatte einen schönen Swimming-Pool, zum Strand war es nicht weit, die Verpflegung war gut und es gab keinen Teilnehmer der Enttäuscht wurde. Die Uniformen und Instrumente wurden natürlich nicht umsonst mitgenommen. Der Jugendfanfarenzug spielte mit Unterstützung einiger Senioren zunächst in und um Calella. Außerdem wurde auf einigen Sportveranstaltungen das Programm mit der Musik der Schüttorfer Musiker abgerundet. Die Freizeit kam allerdings auch nicht zu kurz. Es wurden Ausflüge zu einer Go-Kart Bahn, zum Fußballstadion nach Barcelona, zum Strand, in einen Botanischen Garten uvm. organisiert. Besonders am Pool hatten alle Beteiligten immer sehr viel Spaß. Allen die damals dabei waren, ist die Fahrt als sehr schöne Erinnerung im Gedächtnis geblieben.

 
1992:

Im Frühsommer 1992 wurde die Fußballmannschaft des Fanfarenzuges ins Leben gerufen. Diese Truppe setzte sich aus Spielern des Jugendzuges, als auch des Seniorenzuges zusammen. Die Mannschaft hat an einigen Turnieren teilgenommen und war selbst zweimal Ausrichter eines solchen Hobby-Turniers. Trainiert wurde in den Sommermonaten ein- bis zweimal in der Woche.


 

Bereits im Jahre 1992 fuhr der Jugendfanfarenzug zum zweiten Mal nach Spanien. Allen hatte die erste Fahrt so gut gefallen, dass ohne Probleme wieder eine Gruppe von über 30 Spielern zusammengestellt werden konnte. Vom 10. bis 19. April ging es dann wieder nach Calella ins Hotel President. Die Gruppe wurde auf dieser Fahrt von der Fußball A-Jugend des TUS Gildehaus begleitet. Diesmal wurden die mitgenommenen Instrumente allerdings nicht nur für offizielle Anlässe genutzt. Bei den Spielen der Gildehauser Fußballer war der Jugendzug als Schlachtenbummler mit dabei und feuerten ihre "Nachbarn" kräftig an. Die Stimmung auf der Tribüne war klasse.

 
1995:

Die Spieler des Fanfarenzuges unternahmen mit ihren Frauen bzw. Freundinnen eine Wochenendfahrt ins Weserbergland. Hier brauchte nicht gespielt zu werden und die Spieler konnten einmal ganz privat ein paar schöne Tage miteinander verbringen.

 
1996:

Im August war der Fanfarenzug von einem befreundeten Verein zu einem Freundschaftstreffen nach Jübek in Schleswig-Holstein eingeladen worden. Hier spielte man an zwei Tagen an unterschiedlichen Veranstaltungen. Der Spielmanns- und Fanfarenzug Jübek hat seinen Gegenbesuch 1997 zum 40sten Geburtstag des Seniorenzuges bzw. 30sten Geburtstag des Jugendzuges absolviert.

 
1997:

Im Jahr 1997 wurde auch der Jugendzug mit den altbewährten weißen Jacken des Seniorenzuges eingekleidet.

1997 - 2017
2000:

Eine Seefahrt die ist lustig… Die Spieler des Fanfarenzuges nebst Anhang führten eine 3-tages-Tour mit dem Schiff nach Oslo durch.

 

2008:

Zum 50-jährigen Jubiläum des Fanfarenzuges gönnten sich die Schüttorfer Fanfaren eine Reise in die Hauptstadt.

 
2009:

Die beiden Kassetten des Fanfarenzuges wurden digitalisiert und CD gebrannt.

 
2017: -